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Chronik 1879-1968

1879            

Nach mündlicher Überlieferung besteht die Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg seit dem Jahr 1879.

 

1903     

Brandkatastrophe in Pirkdorf

9. September 19:30 Uhr, ein fürchterliches Feuer verschlang die Ortschaft Pirkdorf. 36 Objekte fielen dem Feuer zum Opfer, drei Gebäude hielten dem Feuer stand. Das Feuer entstand auf der Tenne des Gastwirtes vulgo Harrich. Kolportiert wurde, dass zwei Betrunkene die eine Schlafstätte suchten, das Feuer entfachten. 
Eine Magd erlitt schwere Verbrennungen an den Beinen, Händen und dem Kopf. Ein Bauer erlitt ebenfalls schwere Verbrennungen. Im Feuer verendeten 12 Schweine, eine Kuh sowie ein Pferd. 200 Bewohner waren nach diesem fürchterlichen Brand ohne Heim, Bekleidung und Lebensmittel. Der Schaden betrug 200.000 Kronen, wovon nur 45.020 Kronen durch die Versicherung gedeckt waren.
Im Einsatz waren die Feuerwehren von St. Michael, Bleiburg, St. Stefan, Globasnitz, Penk, Eberndorf und Feistritz. Wegen Wassermangels, im ganzen Dorf gab es kein Wasser, konnte kein Löscherfolg erzielt werden.

Bericht der Kärntner Zeitung am 13.09.1903

Abends gegen 8 Uhr, als die meisten Leute schon zur Ruhe gegangen waren, erscholl plötzlich der Ruf:“Feuer“! alles war sofort auf den Beinen. Von der Besitzung des vulgo Harrich schlugen die hellen Flammen empor. Durch den herrschenden Wind verschlug sich das Feuer auf die umliegenden Objekte, so dass dem selben 36 Oblekte (wohngebäude und Wirtschaftsgebäude) zum Opfer fielen. Durch die ungeheure Schnelligkeit, mit welcher sich das Feuer verbreitete, war es vielen unmöglich, ihre Habseligkeiten zu retten. Dadurch verbrannten auch ein Pferd, eine Kuh und zwölf Schweine. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Sechs Besitzungen sind total vernichtet. Das Elend und die Not sind groß. Die kinderreichen Familien sind ohne Kleidung und Obdach.

Die rasch zur Hilfe geeilten Feuerwehren von Bleiburg, St. Michael, Globasnitz, St. Stefan, Penk, Eberndorf und Feistritz waren in ihrer Löscharbeit verhindert dadurch, daß im ganzen Dorf nirgends Wasser zu finden war, ein sehr bedauernswerter Umstand. Eine Abteilung Militär, die von Bleiburg erschienen war, sowie die Feuerwehrleute und Bewohner des Ortes haben sich durch ihre unerschrockene Tätigkeit bei den Löscharbeiten sehr ausgezeichnet.

Der Schaden beträgt 200.000 Kronen, wovon nur 45.020 Kronen durch Versicherung gedeckt sind. Etwaige Spenden für die Verunglückten mögen gesendet werden an das Pfarramt oder an das Gemeindeamt St. Michael bei Bleiburg. Wer schnell gibt, gibt doppelt.

 

1906

Penk am 21. Dezember:  Brand in Penk, betroffen das Wirtschafts- und Wohngebäude des Karol Miklin und das Wohnhaus Lipuc.

 

1907

Feuer in Feistritz: Es brannte beim Svec, durch den Wind brannten auch acht  Häuser mit den Wirtschaftsgebäuden nieder. Beim Pratnekar verbrannten auch einige Tiere.

 

1910

Die Elektrifizierung von Feistritz nach St. Michael ist vor der Fertigstellung.

 

1911

Am 2. August um 21:30 Uhr Brand beim Neubersch in Unterort. Das Feuer vernichtete sämtliche Gebäude, es verbrannten auch 57 Schafe, 1 Ziege, 1 Eber, und 8 Schweine. Der Schaden betrug 40.000 Kronen, die Versicherungssumme betrug 22.000 Kronen.

 

1920

Die FF St. Michael wird als Feuerwehr der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg geführt.

 

1922

Am 2. April wird im Gasthof Hafner in Gonowetz die Freiwillige Feuerwehr der Ortsgemeinde Feistritz ob Bleiburg gegründet und am 4. April des gleichen Jahres der Vereinsbehörde gemeldet. Der Sitz der Feuerwehr wird laut „Statut und Dienstordnung“ die Ortschaft St. Michael.

 

1927

Neuformation der Feuerwehr. In dieser Zeit hatte die Feuerwehr über einhundert Mitglieder. Die Übungen wurden hauptsächlich am Feistritzbach, in den Dörfern Gonowetz, Hof und Feistritz durchgeführt.

 

1932

Umbau des Spritzenhauses. Die Hauptarbeit leistete Valentin Cebul, Maurer aus St. Michael. Die Vorderfront wurde vom damaligen St. Michaeler Kaplan Filip Millonig gemalt. Das Bild erregte in dieser Zeit viel Aufsehen. Es stellte den Tod des heiligen Florian, dessen Hände an einen Mühlstein gebunden waren, dar. Weiters waren zwei feuerschluckende Drachen und am unterem Rand des Bildes Feuerwehrmänner mit ihren Geräten zu erkennen.

Anschaffung der ersten Motorspritze. Zur Anschaffung zu ermöglichen, mussten die Kameraden der Feuerwehr viel Spendengeld gesammelt werden. Ein Großteil des Geldes wurde durch den Verkauf der alten handbetriebenen  Spritze beigesteuert. Diese Spritze war auf einem Holzwagen aufgebaut und musste von zwölf Mann bedient werden. Sie wurde an die Rinkolacher Dorfgemeinschaft für einige Festmeter Holz verkauft. Das Holz wurde von den Jungfeuerwehrmännern unter dem Kommando von Franz Plesiucnik zu Brennholz verarbeitet und anschließend an die Bevölkerung verkauft.

Leitende Posten bei der Feuerwehr hatten der damalige Tischlermeister Johann Drobesch, die Scherzer Söhne Franz und Marko Plesiucnik, Jurij, Janez und Franz Kuschej, Alois Baucej und Valentin Cebul inne. In Traundorf leitete Dolf Svacic die Löschgruppe.

Die Feuerwehr hatte auch eine eigene Blasmusik, die „godba na pihala“ mit 30 Mitgliedern. Sie war weit bekannt und spielte auf Kirchtagen, Hochzeiten und auf dem Bleiburger Wiesenmarkt. Im Jahre 1939 wurde die Blaskapelle, die slowenisch geführt wurde, verboten.

 

1933

Zur Sicherung der Ortschaft St. Michael wurde im Bereich des Gasthofes Loser eine Zisterne – ein Löschwasserbehälter – geplant. Die Planung wurde vom Eberndorfer Maurermeister August Karner durchgeführt.

Auszug aus dem Kostenvoranschlag:

Erdaushub: 2,- S/m³

Betonmauerwerk: 43,- S/m³ 1874,08 S

Betonieren der Eisenbetondecke: 18,-S/m³  448,00 S

Summe der Maurerarbeiten: 3266,34 S

(Originalangebot und Pläne)

 

1934

Anschaffung eines neuen Feuerwehrwagens, einer Kutsche, die vom Feistritzer Wagner Ciril Rudolf gekauft wurde.

 

1935

Verzeichnis aller Siedlungen und Anfahrtszeiten der Feuerwehren in der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg:

Aufgenommen am 24. Feber 1935 

Name der Siedlung

Häuseranzahl und der Nebengebäude

Siedlungsform

Löschwasser- verhältnisse

Zufahrts-verhältnisse

Zeitentfernung von der nächsten Feuerwehr

Dolintschitschach

37

zerstreut

mittel

mittel

½ Stunde

Feistritz

178

zerstreut

gut

gut

¼ Stunde

Gonowetz

81

zerstreut

gut

gut

½ Stunde

Hinterlibitsch

12

zerstreut

schlecht

gut

¼ Stunde

Hof

87

geschlossen

gut

gut

¼ Stunde

Lettenstätten

29

geschlossen

schlecht

schlecht

½ Stunde

Penk

77

geschlossen

gut

gut

FW im Ort

Pirkdorf

55

zerstreut

mittel

gut

½ Stunde

Ruttach

29

zerstreut

schlecht

schlecht

½ Stunde

St. Michael

62

geschlossen

mittel

gut

FW im Ort

Traundorf

67

geschlossen

gut

gut

½ Stunde

Tscherberg

28

geschlossen

schlecht

gut

½ Stunde

Unterort

96

zerstreut

mittel

schlecht

½ Stunde

Winkl

9

geschlossen

mittel

mittel

½ Stunde

Unterlibitsch

13

zerstreut

schlecht

gut

¼ Stunde

Rischberg

14

zerstreut

schlecht

schlecht

3 Stunden

 

1937

Der Kärntner Landesfeuerwehrverband fordert am 30. November laut Landesfeuerpolizeiordnung, dass sämtliche Feuerwehren dem Landesfeuerwehrverband angehören müssen. Das Schreiben ergeht an die Feuerwehren St. Jakob im Rosental, St. Michael ob Bleiburg und St. Stefan/Globasnitz. Diese Feuerwehren werden bereits vom Verband im Stande geführt, aber offizielle schriftliche Anmeldungen wurden bisher nicht getätigt.

Am 28. und 31. Dezember wird im Schreiben vom Feuerwehr-Bezirksverband Bleiburg-Unterkärnten, durch den Bezirksfeuerwehrführer Dr. Gustav Herbst der sofortige Beitritt zum Landesfeuerwehrverband gefordert.

 

1938

Mit  1. Jänner tritt die Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg dem Kärntner Landesfeuerwehrverband bei. 

Die Feuerwehr St. Michael unterhielt in Traundorf einen eigenen Löschtrupp.

 

1939

Bis zum Jahre 1939 wurden die Übungen bzw. Befehle in slowenischer Sprache durchgeführt.

 

1958

Am 13. August erfolgt eine Überprüfung der motorischen Geräte durch den KLFV.

Kommandant Tischlermeister Johann Drobesch, Maschinist Landmaschinenmeister Karl Kotschnig

 

1968

Ankauf einer neuen Tragkraftspritze VW 75 Automatic. Für ein Löschfahrzeug und den Umbau des desolaten Rüsthauses war kein Geld in der Gemeindekassa. Mit Privatfahrzeugen wurden die Geräte zu den Einsätzen gebracht. Die Feuerwehr hatte zu dieser Zeit 24 aktive Mitglieder.

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Kontakt

Freiwillige Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg
St. Michael ob Bleiburg 34
9143 St. Michael

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