24. Juli 2021

Chronik

1879

Nach mündlicher Überlieferung besteht die Feuerwehr St. Michael seit 1879. (erwähnt in Jahresberichten, auch 1979 – 100 Jahre FF St. Michael)

1903

Brandkatastrophe in Pirkdorf

9. September 19:30 Uhr: Ein fürchterliches Feuer verschlang die Ortschaft Pirkdorf. 36 Objekte fielen dem Feuer zum Opfer, drei Gebäude hielten dem Feuer stand. Das Feuer entstand auf der Tenne des Gastwirtes vulgo Harrich. Geredet wurde, dass zwei Betrunkenen die eine Schlafstätte suchten, das Feuer entfachten. Eine Magd erlitt schwere Verbrennungen an den Beinen, Händen und dem Kopf. Ein Bauer erlitt ebenfalls schwere Verbrennungen. Im Feuer verendeten 12 Schweine, eine Kuh sowie ein Pferd. 200 Bewohner waren nach diesem fürchterlichen Brand ohne Heim, Bekleidung und Lebensmittel. Im Einsatz waren die Feuerwehren von St. Michael, Bleiburg, St. Stefan, Globasnitz, Penk, Eberndorf und Feistritz. Wegen Wassermangel im ganzen Dorf gab es kein Wasser und deshalb konnte auch kein Löscherfolg erzielt werden. Der Schaden betrug 200.000 Kronen, wovon nur 45.020 Kronen durch die Versicherung gedeckt waren.

1905

12.1.1905 Brand im Wirtschaftsgebäude des Pfarrhofs. Der Schaden 6000 Kronen, versichert nur 3000 Kronen.

1906

Penk: Am 21.12.1906 kam es zu einem Brand des Wirtschafts- und Wohngebäude auf dem Anwesen von Karol Miklin (Wirtschaftsgebäude) und der Familie Lipuc (Wohngebäude).

1907

Feuer in Feistritz ob Bleiburg: Brand auf dem Anwesen der Familie Svec. Wegen Wind brannten acht Häuser mit den Wirtschaftsgebäuden nieder. Auch auf dem Anwesen der Familie Pratnekar verbrannten einige Tiere.

1910

Die Elektrifizierung von Feistritz nach St. Michael ist vor der Fertigstellung.

1911

Volkszählung in der Gemeinde Feistritz: 1870 Einwohner

Am 2. August um 21:30 Uhr brach auf dem Anwesen der Familie Neubersch in Unterort ein Brand aus. Das Feuer vernichtete sämtliche Gebäude. Es verbrannten auch 57 Schafe, 1 Ziege, 1 Eber, und 8 Schweine. Der Schaden betrug 40.000 Kronen, die Versicherungssumme betrug 22.000 Kronen.

1920

 Die FF St. Michael wird als Feuerwehr in der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg geführt.

1922

Am 2. April wird im Gasthof Hafner (Jamnig) in Gonowetz die Freiwillige Feuerwehr der Ortsgemeinde Feistritz ob Bleiburg gegründet und am 4. April des gleichen Jahres der Vereinsbehörde gemeldet. Der Sitz der Feuerwehr wird laut „Statut und Dienstordnung“, die Ortschaft St. Michael.

1927

Neuformation der Feuerwehr St. Michael. In dieser Zeit hatte die Feuerwehr über einhundert Mitglieder. Die Übungen wurden hauptsächlich am Feistritzbach und in den Dörfern Gonowetz, Hof und Feistritz durchgeführt.

1932

Umbau des Spritzenhauses.

Die Hauptarbeit leistete Cebul Valentin, Maurer aus St. Michael. Die Vorderfront wurde vom damaligen St. Michaeler Kaplan Filip Millonig bemalt. Ein Bild das in dieser Zeit viel Aufsehen erregte. Das Bild stellte den Hl. Florian dar, an den Mühlstein gebundene Hände – sie stellen den Tod des Hl. Florian dar. Weiters stellte das Bild zwei Drachen die das Feuer schlucken und am unterem Rand des Bildes Feuerwehrmänner mit ihren Geräten dar.

Anschaffung der ersten Motorspritze

Die Kameraden mussten viel sammeln um die Anschaffung zu ermöglichen. Ein Großteil des Geldes wurde durch den Verkauf  der alten handbetriebenen Spritze beigesteuert. Diese Spritze war auf einem Holzwagen aufgebaut und musste von zwölf Mann bedient werden. Sie wurde an die Rinkolacher Dorfgemeinschaft für einige Festmeter Holz verkauft. Das Holz wurde von den Jungfeuerwehrmännern unter dem Kommando von Plesiucnik Franz zu Brennholz verarbeitet und anschließend an die Bevölkerung verkauft.

Leitende Posten bei der Feuerwehr hatten der damalige Tischlermeister Johann Drobesch, die Scherzer Söhne Franz und Marko  Plesiucnik, Jurij, Janez und Franz Kuschej, Alois Baucej und Valentin Cebul inne. In Traundorf leitete Svacic Dolf die Löschgruppe.

Die Feuerwehr hatte auch eine eigene Blasmusik, die „Godba na pihala“ mit 30 Mitgliedern. Sie war weit bekannt und spielte auf Kirchtagen, Hochzeiten und auf dem Bleiburger Wiesenmarkt. Im Jahre 1939 wurde die Blaskapelle, die slowenisch geführt wurde, verboten.

1933

Zur Sicherung der Ortschaft St. Michael wurde im Bereich des Gasthofes Loser eine Zisterne, ein Löschwasserbehälter geplant. Die Planung wurde vom Eberndorfer Maurermeister August Karner durchgeführt.

1934

Anschaffung eines neuen Feuerwehrwagens, einer Kutsche, die vom Feistritzer Wagner Ciril Rudolf gekauft wurde.

1937

30. November: Der Kärntner Landesfeuerwehrverband fordert laut Landesfeuerpolizeiordnung das sämtliche Feuerwehren dem Landesfeuerwehrverband angehören müssen. Das Schreiben geht an die Feuerwehren St. Jakob in Rosental, St. Michael ob Bleiburg und St. Stefan bei Globasnitz. Diese Feuerwehren werden bereits vom Verband im Stande geführt, aber offizielle schriftliche Anmeldungen wurden nicht getätigt.

Am 28. Und 31. Dezember wird im Schreiben vom Feuerwehr-Bezirksverband Bleiburg, Unterkärnten, durch den Bezirksfeuerwehrführer  Dr. Gustav Herbst der sofortige Beitritt zum Landesfeuerwehrverband gefordert.

1938

Mit 1. Jänner tritt die Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg dem Kärntner Landesfeuerwehrverband bei.

Die Feuerwehr St. Michael unterhielt in Traundorf und Feistritz eigenen Löschtrupps.

1939

Bis zum Jahre 1939 wurden die Übungen bzw. Befehle in slowenischer Sprache durchgeführt.

1968

Ankauf einer neuen Tragkraftspritze  VW 75 Automatic. Für ein Löschfahrzeug und den Umbau des desolaten Rüsthauses war kein Geld in der Gemeindekassa. Mit Privatfahrzeugen wurden die Geräte zu den Einsätzen gebracht. Die Feuerwehr hatte zu dieser Zeit 24 aktive Mitglieder.

1978

Mit Stichtag 1.1.1978 hat die FF St. Michael 24 Mann und zwei Altmitglieder. Das Durchschnittsalter betrug 44 Jahre. Am 5. Jänner fand der traditioneller Feuerwehrball im Gasthof Loser statt. Am 3. März fand eine Nachwahl für den Kommandanten statt.

Neue junge Männer treten der Feuerwehr bei. Am 14. April  konnten 11 und am 17. April 8 Zugänge verzeichnet werden. Es wurden zwei Brandeinsätze, acht geplante Übungen und zwei Gemeindeübungen absolviert. Verschiedene Kurse wurden erfolgreich abgeschlossen. Laut Anmeldung des finanziellen Bedarfs wurden S 23.100.- vorangeschlagt. S 19.000 (mit Rate für Wasserbehälter im Filterwerk) wurden von der Gemeinde genehmigt.

1981

Baubeginn des langersehnten neuen Rüsthauses.

1982

Am 22. August wird das unter Bäckermeister Kdt. Haimburger Franz erbaute Rüsthaus gesegnet und bezogen. Gleichzeitig wird auch das in Eigenregie gebaute Einsatzfahrzeug gesegnet. Das Einsatzfahrzeug war ein alter VW Pritschenwagen mit Doppelkabine, ein ausgemustertes Bauhoffahrzeug der Gemeinde Bleiburg. Unter der Leitung von Novak Valentin wurde das Fahrzeug mit den Kameraden zu einem praktischen Einsatzfahrzeug ausgebaut.

1989

Am 19. August wird der TLF 1000 in den Dienst gestellt und gesegnet. Gleichzeitig wurden Atemschutzgeräte und ein Notstromaggregat angekauft und an die Feuerwehr übergeben. Die Feuerwehr steuert beim Ankauf des Einsatzfahrzeuges 300.000,- Schilling bei.

1997

22. Februar: Die Liegenschaft der Familie Kotschnig wird zum Rüsthaus ausgebaut. Die Baukosten betrugen ca. 3 Millionen Schilling.

1999

Das bestehende Rüsthaus ist durch den geplanten Ankauf eines weiteren Einsatzfahrzeuges (KLF) zu klein geraten. Der Erwerb der Kotschnig-Liegenschaft durch die Gemeinde gibt der Feuerwehr St. Michael die Möglichkeit in diese Gebäude (Lagerhalle), einzuziehen.

Nach Besprechungen über die Vor- und Nachteile des neuen Standortes entscheiden sich die Feuerwehrkameraden für diesen Standort. Der Umbau startet noch im gleichen Jahr nach den Plänen von DI Wetschko.

2000

Am 20. August fand der Bezug und die Segnung des neuen Rüsthauses statt. Die Feuerwehr erbrachte durch Eigenleistungen einen Beitrag von ca. 650.000,- Schilling. Als finanziellen Beitrag steuerte die Feuerwehr 100.000,- Schilling bei.


Schlüsselübergabe an KDT Helmut Blazej durch LH Ambrozy Peter und Bürgermeister Janko Pajank
Kameradschaft 2000

Im Jahr 2000 verfügte die Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg 51 aktive Miglieder, zwei Reserve und 5 Altmitglieder. Außerdem wurde ein neues Kleinlöschfahrzeuges bestellt.

2001

Am 19. August fand die Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges statt. Die Kameradschaft steuerte 100.000,- Schilling bei.

2007

Weltrekordversuch: Wasserversorgung vom Pirkdorfer See auf die Petzen –> ERFOLGREICH

2009

Mitorganisation und Einsatzvorführungen beim Sicherheitstag in St. Michael ob Bleiburg

Forderung nach einem neun Löschfahrzeug: RLFA 3000, Kostenpunkt € 378.000,-

Großbrand Rutar Center in Eberndorf

2010

Ankauf eines VW Busses T5 durch die Kameradschaft. Umbau des Fahrzeuges zum Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) durch die Kameradschaft. Spengler- Lakiervorarbeiten wurden von Marold Gottfried und den Kameraden durchgeführt. Die Kameraden Kurnig Jürgen und Jamer Patrick organisierten die Arbeiten.

2011

Da die Garagen für zwei Abstellplätze gebaut sind und das neue Einsatzfahrzeug eine Garage braucht, wird im Bereich  des Gemeindebauhofes zwei kleine Garagen adaptiert und zu einer größeren umgebaut. Die Umbauarbeiten werden von den Kameraden durchgeführt. Die Kosten für den Umbau trägt die Gemeinde.

14. Dezember: Übernahme des neuen Einsatzfahrzeuges, eines RLFA 3000/200. Kleine Feier mit Segnung des Fahrzeuges durch Pfarrer Franz Kramberger. Neben den Feuerwehrkameraden waren der Bürgermeister Flödl Fritz, Gemeinderäte und der BFK Drobesch Manfred anwesend. Kostenpunkt des RLFA  € 370.000,- ohne Geräte.

Quelle: Helmut Blazej